Aktuelles und Fachinfos


 


 

Infos zur Vereinshaftpflicht- und Gartenunfallversicherung
 

Wie Sie wissen hat der Landesverband für seine Mitglieder eine Vereinshaftpflicht- und Gartenunfallversicherung abgeschlossen, die über einen Anteil des Jahresbeitrags von 2,81 € pro Mitglied mitfinanziert wird. In letzter Zeit wurden die Deckungssummen - bei gleichbleibenden Beitrag -  etwas erhöht. Die aktuellen Zahlen habe ich unter "Home" aufgeführt.
Weitere Fragen zur Versicherung können Sie direkt richten an:

Bernhard Assekuranzmakler GmbH & Co. KG
Telefon: 08104/8916-0
E-Mail: info@bernhard-assekuranz.com
 
In Schadensfällen muss man sich unverzüglich mit diesen Adressen in Verbindung setzen. Bei verspäteter Meldung ist eine Leistung meist nicht mehr gegeben!
Jedes Mitglied ist also für sich selbst verantwortlich. Eine Benachrichtigung eines Vorstandsmitglieds genügt nicht.

 

Informationen des Landesverbands


 Unter www.gartenbauvereine.org stellt der Landesverband seinen Mitglieder eine Fülle von Fachinformationen (z.B. Merkblätter) zur Verfügung, Die sie sich runterladen können. Nutzen Sie also ausgiebig diese ergiebige Quelle!

Côte d´Azur Ausflug 2014



 

 

 


   

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Schadmilben auf unseren Rebstöcken

 

Jetzt im Frühjahr können wir es auch an manchen unserer Reb-stöcke beobachten: Die jungen Blätter zeigen pockenartige Aufwölbungen, deren Unterseite mit weißem Filz ausgekleidet ist. Bei roten Rebsorten sind diese oftmals auch rötlich gefärbt (s. Bild). 

 

 

                                                                                                    Foto: Schacherl, 2014

 

 

Verursacher sind sehr kleine Tiere, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Es handelt sich um Milben, die in den Knospen bzw. unter der Rinde überwintert haben. Es gibt verschiedene Arten, wobei die sog. Kräuselmilbe oft die meisten Probleme an den Weinstöcken verursacht.

Der Speichel der Milben löst übermäßiges Wachstum auf den Blättern aus, das zu den auffallenden Gallen/Pocken führt. Die Schädigung hält sich jedoch meist in Grenzen, sieht man einmal  von Massenbefall ab.

Die Milben starten ihren Angriff im Frühjahr. Wie man diesen Schädlingen mit ökologisch unbedenklichem Mittel wirksam vorbeugen kann, weiß unser 2. Vorstand Martin Huber.
Seine an sich auch empfindlichen Reben haben nach seiner Behandlung heuer nur einen Befall, der weit unter der Schadschwelle liegt.
Vereinsmitglieder können sich gerne bei ihm Rat holen.
 

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 28. Januar 2015, GH Schmalzl, Alkofen
Gartenbauverein wählt neue Vorstandschaft
Gerda Ruschig neue Schriftführerin
 

 

 

  
Für die aus Gesundheitsgründen nicht mehr kandidierende bisherige Schriftführerin Sophie Schwarzmeier (2.v.r.) wählte die Versammlung Gerda Ruschig (l.) in dieses Amt. Die neue Vorstandschaft bedankte sich mit einem Frühlingsgesteck bei S. Schwarzmeier für ihre Verdienste für den Verein. 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 23.02.15
Flechtkurs in der Grundschule Pleinting
Wie man die Natur gekonnt zurechtbiegt

 

 




 Vortrag in Alkofen von Th. Stärfl:
"Heilpilze - Gesundheit aus der Natur"

 

Heilpilze - Gesundheit aus der Natur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

02.April
Die Vorstände des Vereins (R- Schacherl u. M. Huber)  pflanzen zusammen mit Bürgermeister F. Gams und Stadtbaumeister M. Lippl am Urfahr den Baum des Landkreises (Purpurerle).

 

 

 

18. April

Stauden - nichts als Stauden
Halbtagesfahrt zur Klostergärtnerei Metten und zur Staudengärtnerei Probst in Arnbruck

 


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 28.Mai

Gemeinschaftsaktion von Gartenbauverein und Kirchenverwaltung
Platz des ehemaligen Leichenhauses neu gestaltet

 

 

 

 

 Letzte Kontrolle: Die von Martin Huber geschaffene Einrahmung passt

 

 

 

 

 

Martin Huber, Rudolf Schacherl freuen sich mit Pfarrer Gerhard Stern und   Kirchenpfleger Walter Desch über das gemeinsame Werk

 

 

15. Juli
Lebendige Heimatkunde
50 Mitglieder erkunden unter Führung von Heinz Kehrer das Vilsengtal

 

 

 

 

 

 

 

 

 3-Tagesfahrt nach Kroatien

 

 


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Eisen – auch für Pflanzen unverzichtbar


Noch mehr als in anderen Jahren zeigen heuer Rosen, Hortensien, Blauregen, Rhododendren Magnolien, Obstbäume, Weinreben,  Him-beeren, Tomaten...  folgende Symptome: Junge Blätter sind gelblich, während die Blattadern noch grün sind, mitunter sterben die Blätter vom Rand her ab. Erscheinungen, die untrüglich auf einen Eisenmangel hin-deuten. Pleintinger Gärten scheinen dabei stärker betroffen zu sein als etwa Pflanzen in Alkofen oder Vilshofen.

 













Junge Rosenblätter zeigen Eisenmangel
 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 



Die rechten Blätter haben zusätzlich noch Sonnenbrand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Geradezu typisch die Symptome bei einer Hortensie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Moorbeetpflanzen haben es auf unseren kalkreichen Böden bes. schwer

 

 

 

Warum ist Eisen für unsere Pflanzen so wichtig?

Wie für uns Menschen ist Eisen auch für die Pflanze lebensnotwendig. Es ist unerlässlich für zahlreiche biochemische Prozesse. Vor allem steuert es als Enzymbestandteil bei der Photosynthese wichtige lichtabhängige Reak-tionen. Ohne bzw. zu wenig Eisen kann die  Assimilation nicht oder nur unzureichend ablaufen. Die unweigerlichen Folgen sind Ertrags- bzw. Qualitätseinbußen.

 

 


Warum treten heuer diese Mangelerscheinungen gehäuft auf?

Ein bisschen Chemie hilft bei der Erklärung weiter. Bei unseren Böden handeltes vornehmlich um fruchtbare Lehmböden, die nach der Eiszeit vom Wind angeweht wurden. Sie zeichnen sich durch hohe Nährstoff-gehalte wie auch durch eine gute Wasserführung aus. Eigenschaften, die gerade in den letzten heißen Wochen sehr wichtig waren.

Zwei frühere Bodenuntersuchungsaktionen unseres Vereins haben gezeigt: Infolge ihrer hohen Kalkgehalte haben viele Pleintinger Gartenböden pH-Werte um die 7, teilweise noch deutlich darüber. Kalk ist zwar einerseits ein wichtiger Pflanzennährstoff, vor allem verbessert er die Struktur un-serer Böden. Jedoch gilt auch hier: Wo viel Licht ist, da gibt es auch Schatten. Durch den hohen Kalkgehalt wird andererseits die Aufnahme von Spurenelementen – also auch von Eisen – deutlich gemindert. Die oben be-schriebenen Mangelsymptome sind also nicht Folge eines zu niedrigen Eisengehalts unserer Böden, sondern Folge einer schlechteren Eisenver-fügbarkeit. Nur in ihrer zweiwertigen Form sind nämlich Eisen-Ionen was-serlöslich und damit pflanzenverfügbar.
In unseren kalkreichen Böden mit ihren hohen pH-Werten wird das Eisen aber allzu schnell in wasserunlösliche Verbindungen umgewandelt und ist damit nicht mehr pflanzenverfügbar.
Die Trockenheit der vergangenen Wochen machte es für die Pflanzen zusätzlich schwerer an gelöstes Eisen zu kommen.
Ideal für unsere Pflanzen wären pH-Werte zwischen 6 und 6,5. In diesem Bereich können sie die für ein gutes Wachstum erforderlichen Spurenele-mente am besten aufnehmen.


Wie können wir unterstützend eingreifen?
 

  • Verwendung ausschließlich sauer wirkender Düngemittel sowie      genügend Humus, damit wird der pH-Wert gesenkt.
  •  Verzicht auf überflüssigen Kalkdünger.
  •   Überdüngung mit Phosphat vermeiden – leider häufig der Fall!
  •   Vermeiden von Staunässe.
  •   Vermeiden Bodenverdichtungen.
  • Möglichst wenig gießen mit unserem „harten“ Leitungswasser. Anmerkung: Wasser aus unseren Pleintinger Privatbrunnen ist z.T. noch kalkhaltiger als das Mooser Wasser.
    Regenwasser ist ideal.
  • Gabe von speziellen Eisendünger

 Welche Eisendünger kommen in Frage?

In Baumärkten werden eimerweise sog. Eisendünger verkauft. Es handelt sich dabei meist um Eisen-II-Sulfat (Eisenvitriol),das aber besser nur zur Moosbekämpfung im Rasen eingesetzt wird.
Ein typischerNährstofflieferant ist es jedenfalls nicht. Ganz zu schweigen von der gesundheitlichen Gefahr, die von dieser giftigen Verbindung aus-gehen kann. Ohne entsprechende Schutzkleidung sollte man dieses Salz keinesfalls ausbringen. Dass dieser „Eisendünger“ zudem noch zu sehr hartnäckigen Verfärbungen von Steinplatten (Wegen) führen kann, ist da schon fast nebensächlich.

Ungleich besser aber auch wesentlich teurer sind Eisen-Chelate, die auch Profigärtner und Winzer erfolgreich einsetzen. Die Chelatoren, das sind komplexe organische Stoffe, bewirken, dass das zweiwertige Eisen nicht in die wasserunlösliche Form oxidiert wird. Diese „Zauberverbindungen“ blei-ben so über einen weiten pH-Bereich, also auch in unseren Böden, über ei-nen längeren Zeitraum stabil. Die Pflanzen nehmen sie als ganzen Komplex auf und so ist das dort eingeschlossene Eisen für sie auch wirklich dann verfügbar.

Als Feuerwehrmaßnahme können diese Mittel sogar gespitzt werden, die Pflanze kann nämlich Eisen auch über das Blatt aufnehmen.
In gut einer Woche haben danndie Pflanzen ihr sattes Grün wieder. Allerdings müssen bei dieser Anwendung die Konzentrationen akribisch eingehalten werden. Eine Überdosierung führt unweigerlich zu Blatt-schäden. Diese Anwendungsart sollte deshalb dem erfahrenen Profi vor-behalten bleiben.
Bekannte Präparate sind Fetrilon, Basafer, Terraflor, Wuxal, Folicin DP, YaraVita…

 

 

 

 

  

 

 

  • Der Buchsbaumzünsler – eine ernste Bedrohung der dekorativen Pflanze

    1. Der Schädling

    Die Biologen nennen den Kleinschmetterling Diaphania perspectalis, bei uns besser bekannt als Buchsbaumzünsler. Er kam wohl als blinder Passagier mit Schiffen aus Asien. Hat man früher die Stecklinge selber vermehrt, kauft man die in z.B.in China gezogenen Pflanzen heute für wenig Geld bequem in diversen Märkten - möglicherweise aber auch mit diesen gefährlichen Parasiten.
    Der Schädling kann sich bei uns rasch vermehren, da er zumindest bis dato keine natürlichen Feinde hat. Er kann sich also ungehindert durch unsere Buchsbaumbestände fressen.
    Das Problem ist aber nicht der abendaktive Schmetterling, der nur wenige Tage lebt. Seine gelblichen Eier legt der Falter auf der Blattunterseite beim Buchs ab. Die sich daraus entwickelnden Larven beginnen schon ab Mitte März gierig zu fressen.Eine einzige bis zu 5 cm lange Raupe verschlingt während ihrer Entwicklung 45 Blätter.
    Sie durchlaufen bis zur Verpuppung mehrere Larvenstadien. In Deutschland können laut Literaturangaben bei günstiger Witterung drei Generationen auftreten. Man kann davon ausgehen, dass etwa alle zwei Monate eine neue Zünsler-Generation schlüpft. So überrascht es nicht, dass sich der Schädling in letzter Zeit so rasant vermehrt hat.
    Wenn keine Blätter mehr da sind, nagen die nimmersatten Raupen auch noch die grüne Rinde der Zweige ab. Die dadurch stark geschädigten Pflanzen können schließlich ganz absterben. Besonders tückisch: Die Larven fressen sich von innen heraus durch die Pflanzen hindurch. Viele Gartenfreunde sehen so das Vernichtungswerk erst, wenn es bereits zu spät ist.

    2. Was können wir dagegen tun?
    Auch hier gilt der Lenin-Grundsatz: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Sie sollten deshalb  von März bis Oktober ihre Pflanzen genau auf Befall kontrollieren.
    Anders als bei Pilzkrankheiten bleiben die abgefressenen Blattrippen deutlich stehen. Die befallenen Pflanzen weisen weißliche Gespinste auf, in denen auch oft gelblich-grüne Kotkrümel zu sehen sind. Diese Gespinste sind die ersten untrüglichen Befallsanzeichen.

    Die Verursacher-  die gefräßigen Raupen - können bei kleinen Pflanzen per Hand eingesammelt werden. Die Effektivität lässt sich etwa mit einem Hochdruckreiniger noch steigern. Befallene Triebe sollten zurückgeschnitten und im Hausmüll entsorgt bzw. gleich verbrannt werden.
    Je mehr Raupen beseitigt werden, umso besser. Informieren Sie deshalb auch Ihren Nachbarn, um den Schädlingsdruck zusätzlich zu mindern.

    Wertvolle und umfangreiche Informationen zur biologischen und chemischen Bekämpfung sind in diversen Merkblätter von Beratungsstellen zusammengestellt und im Internet reichlich verfügbar, z.B.
    www.gartenakademie.info 
    Im Kleingartenbereich ist das letztjährig hier aufgeführte Calypso seit Februar nicht mehr im Handel. Folgende Präparate stehen dem Hobbygärtner nunmehr zur Verfügung:
  • Careo.  Der Wirkstoff dieses Präparats gehört - wie bei Calypso - zu den Neonicotinoiden, die im Verdacht stehen, bei unsachgemäßer Anwendung Bienen zu schädigen. Die Wirksamkeit gegen die Raupe ist allerdings sehr gut. Es sollte aber nur in Extremfällen und vor allem richtig eingesetzt werden.
  • Lizetan AZ. Der Wirkstoff dieses Präparats ist der Hauptbestandteil des Neemöls. Ich selbst habe keine Erfahrung mit diesem pflanzlichen Produkt. 

    Aufgrund der oben beschriebenen Lebensweise desSchädlings ist es wichtig, dass auch das Innere des Busches mit dem Mittel gut benetzt wird. Wegen der charakteristischen Gespinstbildung könnten sonst nicht alle Tiere erfasst werden. Es sollte zudem mit ausreichendem Druck gearbeitet werden. Ob dies mit der im Handel angebotenen Sprühflasche möglich ist, scheint zumindest fraglich.

 

 

So sieht der Übeltäter aus
Raupe u. Gespinst